Einkaufen im Onlineshop ist komfortabel zwei Klicks und die Bestellung ist raus kurz drauf die Zahlungsaufforderung per Vorkasse – stolze 1.410,42 EUR waren es bei einer Bestellung kurz vor Weihnachten 2016. Ein bisschen mulmig wird mir da schon, denn was wenn der der Verkäufer einer dieser BÖSEN ist, die das Geld einsacken und keine Ware liefern, also entschloss ich mich 5,88 EUR drauf zu legen und den Käuferschutz eines der großen Anbieters – der ja fast jeden größeren Shop „absichert“ – in Anspruch zu nehmen.

Kurz bevor ich bezahlt habe kam die Frage aller Fragen:
Und was wenn der Onlineshop jetzt so böse ist und 5,88 EUR mehr kassiert und nicht mal den Käuferschutz anmeldet? – Es wird ja immer lukrativer korrupt zu sein. Kurzerhand loggte ich mich beim Käuferschutzportal ein und habe keinen angemeldeten Kauf gesehen, also ausloggen aus dem Onlinebanking und zurück ins Mailprogramm. Vom Shopbetreiber kam keine 12 Stunden später die Antwort, dass die Anmeldung automatisch mit Absenden der Bestellung erfolge. Der Käuferschutzanbieter benötigte 2 Tage um mir eine Standardantwort zu schicken die weder eine persönliche Ansprache beinhaltet noch auf meine konkreten Fragen eingeht. Ich solle die vollständige Bestellbestätigung senden, dann können Sie prüfen ob für mich noch ein Käuferschutz abgeschlossen werden kann, denn in Ausnahmefällen ist dies auch bis zu 3 Tage nach Bestellung noch möglich. – Hallo? Ich habe den Käuferschutz doch direkt bei Bestellung angeklickt und schon fast bezahlt, was soll jetzt das? Am Ende des Liedes (so dachte ich damals) war der Käuferschutz abgeschlossen, jedoch aus technischen Gründen nicht im Onlineportal sichtbar und ich werde auch nicht erinnert werden wenn er abläuft.

Für die Sonderanfertigung der bestellten Türen gibt der Shopbetreiber 12 Wochen an und bestätigt mit einen entsprechenden Liefertermin. Nicht erfreulich, aber verständlich, das dauert halt. Ich schreibe gleich an den Käuferschutzanbieter, dass der Käuferschutz auslaufe bevor das Lieferdatum auch nur annähernd erreicht ist, mit allen nötigen Infos. Direkt wird der Schutz verlängert bis zum Beginn der Kalenderwoche in der geliefert werden soll.

Die besagte Woche kommt und mein Kalender erinnert mich, dass der Käuferschutz ausläuft, und der Shopbetreiber kündigt per Mail die Fertigstellung der Ware und die anstehender Lieferung an. Auf Rückfrage empfiehlt mir der Käuferschutzbetreiber den Käuferschutz vor Ablauf in Anspruch zu nehmen und die Rücküberweisung des Geldes zu verlangen. Gesagt getan – obwohl nichts dafür spricht, dass der Verkäufer die Ware nicht liefern wird – schreibe ich eine Mail und fordere die Rücküberweisung, denn mit einem Klick wie gewohnt geht es ja nicht, ihr erinnert euch: mein Vorgang ist nicht im Onlineportal verfügbar. Auch wenn ich danach noch innerhalb einer Woche Zahlungsnachweise vorlegen muss und bis dahin die Rückzahlungsforderung schwebend ist fühlt sich das krank an.

3 Tag später kommt nach Ankündigung der Spedition die Ware und alles ist, bis auf ein paar darauf folgende Details die ich euch aus Gründen der Langeweile erspare, gut. Zurück bleibt die Erfahrungen wie kundenorientiert die Korrespondenz und wie unpassend die Garantiebedingungen des Käuferschutzanbieters für manche Shops ist. Wenn es solche technischen Schwierigkeiten bei der Garantieanmeldung gibt und der Anbieter seine Dienste an Shops verkauft – obwohl sie wissen, dass die Käufe letztlich nicht abgesichert sind, dann hat sich für mich das Thema Käuferschutz ein für alle mal erledigt. Sollte ich jemals über einen Shop stolpern der das Geld kassiert und dann nicht vernünftig liefert muss halt im konkreten Fall ein Rechtsanwalt oder eine Strafanzeige wegen Betruges her. Erlebt habe ich bisher nur bei privaten E-Bay-Käufen eine Nicht-Lieferung und da reichte ein Brief per Einschreiben und schon kam das Päckchen.

Zu beweisen wer nun Geld einsackt ohne Leistung zu erbringen bleibt dem Leser als Übungsaufgabe. Die Sternchenkandidaten sind aufgefordert darüber nachzudenken ob diese „Sicherheit“ beim nächsten Kauf wieder in Anspruch genommen wird.

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Das hier muss einfach unterstützt werden:


vimeo  

Es sind nur noch wenige Tage, also bitte gleich heute prüfen ob du dieses Crowdfunding-Projekt unterstützen kannst.

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Eigentlich wäre das nur ein Linktipp, aber weil es schon soo lange hier nichts neues gab versuche ich mal das Video hier direkt einzubinden…

Herr Sladek ist zwar in dem Video ein wenig steif, aber mit der Botschaft trifft er einen wichtigen Punkt. Also lass dich auffordern selbst Einspruch einzulegen. Am einfachsten das Formular hier ausfüllen…

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Ich bin umgezogen. Bisher habe ich in einer Stadt gewohnt, in der jedem Haushalt kostenlos ein Amtsblatt zugestellt wird. Amtliche und Kulturelle Bekanntmachungen darin machten es mir leicht am öffentlichen Leben teilzunehmen. Mit großen Interesse verfolgte ich die Politischen Nachrichten oider amüsierte mich über die Schriften der Oberhexe vom Karnevalsverein amüsiert. – Im „heiligen“ Korntal erschien das manchmal etwas aufgesetzt.
Nun, in (Bietigheim-)Bissingen läuft es ganz anders. Woche für Woche schaute ich erwartungsvoll in den Briefkasten, doch die Suche nach einem Mitteilungsblatt blieb vergeblich. Auf Rückfrage bei der Stadt – nachdem an der Veranstaltung für Neubürger auch nichts über ein Amtsblatt gesagt wurde – bekamen wir den Rat, die Bietigheimer Zeitung zu abonnieren.
Sich darüber aufzuregen, dass die Stadt seit der Gemeindereform 1975 Bietigheim-Bissingen heißt wäre wohl müsig, aber 28 Euro und 20 Cent im Monat sind mir dann doch zu viel für ein Amtsblatt. Immerhin sind viele Komunen mittlerweile so fortschrittlich, Ihre Informationen im Internet verfügbar zu machen.

Hat man als Bürger nicht ein Recht darauf Bekanntmachungen des öffentlichen Lebens zu einem vernünftigen Preis zu erhalten? – Oder will man hier bildungsferne Schichten die keine Tagszeitung abonnieren (wie mich und meine Familie) bewusst fernhalten vom oberen Drittel?

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Kürzlich habe ich das hier gefunden:


Weiß jemand was es sein könnte?

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Wer soll bestimmen was wir essen? – Zur Zeit teilen sich die 10 größten Agrochemiekonzerne 50 % des weltweiten Marktes für Saatgut und das schafft Abhängigkeiten. Die Landwirte sind angewiesen auf die Dünge- und Pflanzenschutzmittel dieser Konzerne, weil die neuen Sorten nicht mehr ohne diese anzubauen sind. Und wir Verbraucher müssen halt fressen, was uns vorgesetzt wird. Müssten wir zumindest, wenn wir nicht die Macht des Einzelnen nutzen und durch unser Konsumverhalten den Konzernen diktieren könnten, was sie produzieren sollen…

Die GLS Bank hat für den 05.10.2010 Oliver Willing, Geschäftsführer der Zukunftsstiftung Landwirtschaft eingeladen. Es sucht nach Lösungen für die Probleme unserer Zeit (Klimawandel, begrenzte Rohstoffe, Verlust der Biodiversität, Bevölkerungswachstum und Hunger in der Welt) und hinterfragt, was der einzelne tun kann. Auch wenn ich weder Kunde der GLS Bank bin noch selbst hingehen kann, will ich diese Veranstaltung wärmstens empfehlen. Vorbereitend oder alternativ wäre hier noch ein Interview mit dem Referenten…

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