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Vor gefühlten 100 Jahren verwendeten wir alle ICQ und AOL-Chat um zu sehen wer unserer Bekannten online ist und um mal eben schnell was mitzuteilen. Mobil begann es mit SMS und im Zeitalter der Smartphones kam schnell WhatsApp während einige Totgeburten wie die MMS keine ernstzunehmende Nutzerzahlen erreichte.

Mit dem Trend WhatsApp kann ich mich nicht anfreunden, denn in der Nutzungsbedingungen lese ich

Du stellst uns regelmäßig die Telefonnummern [...] zur Verfügung, darunter sowohl die Nummern von Nutzern unserer Dienste als auch die von deinen sonstigen Kontakten. Du bestätigst, dass du autorisiert bist, uns solche Nummern zur Verfügung zu stellen.
Äh nein, das kann ich nicht für alle Telefonnummern und sonstige Kontaktdaten in meinem Adressbuch bestätigen – genau genommen habe ich keinen einzigen meiner Kontakte gefragt ob ich deren Daten weitergeben darf.

Wir sammeln Standortinformationen des Geräts
Und wozu genau?

Wir erhalten Informationen von anderen Personen, die möglicherweise auch Informationen über dich enthalten.
Ja und will ich das?

Wir dürfen deine Informationen sammeln, verwenden, aufbewahren und teilen
Wirklich? Ihr dürft das?

Der Betreiber WhatsApp Inc. ist in den USA ansässig und die Daten werden dort gespeichert, verabeitet und weitergegeben, da bin ich mir nicht so sicher ob ich das bei deren Datenschutzlage gut heißen kann.

Aber was ist die Alternative?
Es gibt viele, ans Herz legen möchte ich euch aber XMPP – auch Jabber genannt – das ist ein freies Protokoll, welcheses technisch das selbe kann wie WhatsApp, aber man ist nicht an einen Anbieter gebunden. Das heißt es gibt Tausende Server und viele Apps und PC-Programme unter denen man wählen kann. Die Daten die gespeichert werden müssen um Kommunikation zu ermöglichen liegen dadurch nicht an einer zentralen Stelle und man kann trotzdem mit jedem Chatten, der einen XMPP-Account hat, ohne dass nebenbei das gesamte Adressbuch übertragen wird.

Wer sich scheut einen Account bei „irgendwem“ (was auch nicht so anders ist als bei WhatsApp) anzulegen, dem kann ich einen auf rampro.de anbieten. Dort betreibe ich einen eigenen XMPP-Server der gerne in meinem näheren oder weiteren Bekanntenkreis genutzt werden darf. Einfach hier registrieren, warten bis ich den Account freigeschaltet habe und loschatten.

Als App empfehle ich Conversations – ein Client der viel kann, sicher und einfach zu bedienen ist und nur die wirklich nötigen Daten überträgt. Nun noch ramack@rampro.de als Kontakt hinzufügen und schon kann’s losgehen.

Wer mehr zur Technik von mobilem XMPP lesen möchte, dem sei der Aufsatz „The State of Mobile XMPP in 2016“ von Daniel Gultsch dem Entwickler von Conversations nahegelegt.

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So, zur Abwechslung gibt es mal wieder eine Petition, die ich für unterstützenswert halte:

stopsoftwarepatents.eu petition banner

Wer drauf klickt erfährt auch worum’s genau geht und warum das wichtig ist…

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A compiler is a tool to protect a programmer from himself.

Yes, I do like statically typed languages like Eiffel and use perl only if there is some project requirement that forces me to do so.

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Seit kurzem ist es möglich mit Microsoft Office ™ das ISO-standardisierte und offene Dokumentenformat ODF zu öffnen und zu speichern. Dass diese Funktionalität nicht von Microsoft selbst zur Verfügung gestellt wird war zu erwarten, denn sie möchten natürlich, dass ihr eigenes Format weiterhin starke Verbreitung erfährt. Die Firma SUN war aber so freundlich ein Plugin für Microsoft Office zur Verfügung zu stellen, welches man auf deren Webseite runterladen kann. Grundsätzlich empfehle ich zwar für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen komplett auf OpenOffice umzusteigen, wer aber nicht umsteigen kann oder möchte sollte unbedingt das Plugin installieren.

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Die „GNU General Public License“ ist heute in der offiziellen Fassung 3 erschienen. Die zu Beginn lauten Aufschreie bezüglich der Neuerungen haben etwas nachgelassen, aber trotzdem wird wohl das eine oder andere Projekt den Wechsel auf die Version 3 nicht oder erst später durchführen.

Grundsätzlich geht es bei der GPL darum, die Freiheit einzuräumen das (GPL-Lizenzierte) Programm zu jedem Zweck auszuführen, zu verändern und das Programm weiterzugeben – sei es in veränderter oder originaler Form. Falls man das Programm allerdings verändert stellt die Lizenz auch die Forderung, dass man seine Änderungen ebenfalls unter der GPL veröffentlichen muss. Dieses Prinzip wird in Anspielung auf den Begriff Copyright auch als „Copyleft“ bezeichnet und bewirkt, dass ein Progamm das einmal „frei“ ist auch frei bleibt. Einige größere Änderungen sind z. B. die neu eingebaute Forderung, dass ein Produkt (wie z. B. ein Videorekorder), welches GPLv3-Software verwendet, auch ermöglichen muss, die Software darauf zu verändern. (Hierzu gibt es einen umstrittenen Fall der Firma TiVo, die genau das ausgeschlossen hat.) Desweiteren verbietet die neue Version, dass jemand der Softwarepatente auf seine GPLv3-Software hat diese gegen Nutzer der GPL-Software einsetzt. Auch wurde in der GPLv3 versucht die Kompatibilität zu anderen freien Lizenzen zu verbessern.

Umweiteres Interesse zu stillen empfehle ich dir den Artikel auf Golem zu lesen. Der GPL-Text sagt zwar auch alles, ist aber in „englischem Juristen-Deutsch“ geschrieben…

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